Jamal Tuschick

Jamal Tuschick, geboren 1961 in Kassel, hat seinen libyschen Vater nicht kennengelernt, die Mutter ist Deutsche. Arbeitet seit 1987 als Autor und Journalist vor allem für die "Frankfurter Rundschau" und die "Junge Welt". Er ist Herausgeber der 2000 im S. Fischer Verlag erschienenen Anthologie "Morgenland", die Einfluss gewann auf die Kulturdebatte innerhalb des Migrationsgeschehens. Stichwort: Das Ende der Gastarbeiter-Literatur. Tuschick trug zu einem neuen Verständnis der Literatur von Autoren mit einer ethnischen Differenz zur Mehrheitsgesellschaft bei. Er veröffentlichte im Suhrkamp Verlag "Keine Große Geschichte", "Kattenbeat", "Bis zum Ende der B-Seite". Zuletzt erschien von ihm im Martin Schmitz Verlag "Grobzeug im Rindermix".

Theater

Ich rufe meine Brüder

03.12.2013

Kaum zu glauben, dass Jerry nur spielt. Dass „Ich rufe meine Brüder“ nicht sein Stück ist. Von ihm komponiert und arrangiert auf den Pfaden der Verwandlung von Erfahrung in Kunst. „Ich rufe meine Brüder“ in einer hervorragenden Inszenierung von Michael Ronen im Ballhaus Naunynstraße.

Theater

Chillen in der Zwangsjacke

08.11.2013

Talent trifft Theater - Das Zukunftslabor im Berliner Ballhaus Naunynstraße, die „Akademie der Autodidakten“, serviert ein Singspiel für zwölf Spieler: „Schizo!“ Jamal Tuschick hat sich das Stück angesehen.

Theater

„Das Summen der Montagswürmer“ lässt das Berliner Ballhaus Naunynstraße beben

15.10.2013

Nun stirbt die erste Generation der Einwanderer, wenn sie nicht schon gestorben ist. Das Drama beschwört die Toten. „Der Dialog mit den Toten darf nicht abreißen, bis sie herausgeben, was an Zukunft mit ihnen begraben wurde“, sagt Heiner Müller.

Theater

Asyl-Monologe

07.10.2013

Das dokumentarische Theaterstück "Die Asyl-Monologe" erzählen von Menschen, die Grenzen überwunden, Verbündete gefunden, ein "Nein" nie als Antwort akzeptiert und unter aussichtslosen Bedingungen immer weiter gemacht haben.

Buchtipp zum Wochenende

Amon. Mein Großvater hätte mich erschossen

27.09.2013

Der gegoogelte Großvater. Wie Jennifer Teege entdeckte, dass ihr Großvater Massenmörder war - Jamal Tuschick über seine Eindrücke von der ersten Lesung im Berliner Kulturkaufhaus Dussmann.

Theater

WG im Ausnahmezustand der Normalität

27.09.2013

Die Wohngemeinschaft bespricht den Alltagsrassismus in den Tonfällen des Selbstverständlichen - Branwen Okpako inszeniert „Schwarz tragen“ zum Höhepunkt des Black Lux-Festivals im Berliner Ballhaus Naunynstraße.

Kino

Zwischen Krimi und Lehrstunde – Cüneyt Kaya zeigt, was Ummah bedeutet

13.09.2013

„UMMAH - Unter Freunden“ - seit Donnerstag in den Kinos - ist eine Herausforderung. Der Film entstand ohne öffentliche Förderungen als eine Tat aus Leidenschaft - nach einer Idee und in der Regie von Cüneyt Kaya.

Theater

Geburtsvorgänge auf der Bühne

30.08.2013

„Women, Part Two: You might think I’m crazy, but I’m serious“ – Getanzte Selbstbestimmung im Berliner Ballhaus Naunynstraße – als würde man Horror träumen.

Kino

Thomas Arslans „Gold“ – Reise ins Unbekannte

23.08.2013

Am 15. August startete der Western „Gold“ von Thomas Arslan in den Kinos. Eine deutsche Produktion über sieben deutsche Auswanderern in Kanada, die versuchen, ein neues Leben aufzubauen.

Kino: The Grandmaster

Was trainiert der Bruce?

05.07.2013

Ich wische jetzt sämtliche Einwände gegen Wong Kar-wais "The Grandmaster" beiseite, so gut hat er mir gefallen – die Evolution des Gong-fu ist in den letzten dreißig Jahren rasant vonstatten gegangen. Das sieht man im Kino.