Meinung
Ressort Meinung in chronologischer Reihenfolge:Tröglitz
Es brennt, warum?
07.04.2015
Nach dem fremdenfeindlich motivierten Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Tröglitz scheint die allgemeine Empörung groß zu sein. Angst sei mitunter das Motiv der Täter. Aber kann man hier überhaupt von Angst sprechen?
Von Elisa Tayfun
Umdenken notwendig
Warum die Kopftuchdebatte auf einer Fehlannahme beruht
07.04.2015
Das Kopftuch ist ein Symbol für die Unterdrückung der Frau. Darauf berufen sich viele Befürworter eines Kopftuchverbots an deutschen Schulen. Was aber, wenn dies keine Wahrheit, sondern eine pauschalisierte Behauptung ist? Zwölf Jahre lang durften kopftuchtragende Frauen an deutschen Schulen nicht unterrichten – putzen aber schon. Nun wurde das Verbot vom Bundesverfassungsgericht gekippt. Die negativen Assoziationen mit der Haarbedeckung in der deutschen Gesellschaft werden damit jedoch noch nicht beseitigt. Deshalb ist jetzt ein Umdenken notwendig.
Von Irene Amina Rayan
Wahn & Sinn
Flache Geister, tiefer Staat und ein NSU-Trio
07.04.2015
Ich geb's ja zu: Ich blicke auch nicht mehr durch. Der Verfassungsschutz wusste über den NSU so ziemlich Bescheid, hat über V-Männer die Neonazis vor der Polizei gewarnt, wenn die der Mörderbande zu Nahe kam und einzelne Regierungen sperren sich noch immer gegen eine echte Aufklärung. Oder etwa doch nicht?
Von Sven Bensmann
Grenzen
Lassen Sie uns über Scham sprechen!
02.04.2015
Die Grenzen der Scham variieren je nach Kultur und Religion. Das ist eine Binsenweisheit, wird aber im täglichen Leben kaum beachtet - etwa wenn von muslimischen Frauen verlangt wird, das Kopftuch abzulegen. Von Canan Topçu
Von Canan Topçu
Belgien
Das Land ohne Rassisten
01.04.2015
Es gibt ein Land ohne Rassisten: Belgien. Diese Selbstwahrnehmung bezeugt vor allem, wie normal der Rassismus dort mittlerweile geworden ist. Deutschland soll sich aber nicht zu sicher fühlen: Belgien ist nah. Von Johnny Van Hove
Von Johnny Van Hove
Abschottungspolitik
Die EU schafft sich ab
01.04.2015
Die EU ist juristisch gebunden, wirtschaftlich in der Lage und moralisch verpflichtet, Bedürftigen auf ihrem Territorium Schutz zu gewähren. Tut sie das nicht, hat sie den Friedensnobelpreis nicht verdient. Von Lea Wagner
Von Lea Wagner
Kolumne ohne Migrationshintergrund
Diskriminierende und rassistische Sprachgewohnheiten – eine Selbstbeobachtung
31.03.2015
Die eigene Sprache überdenken, weil sie Rassismen transportiert? Ellen Kollender und Janne Grote sind im beruflichen und alltäglichen Umgang mit dieser Frage häufig auf Abwehr gestoßen. Zum Auftakt ihrer neuen MiGAZIN-Kolumne versuchen sie sich an einer Systematik 'weißer' Abwehrstrategien und schlussfolgern: Es fehlt an einer Haltung, in der sich die kritische Reflexion von Sprache mit der Frage nach damit verbundenen Diskriminierungsverhältnissen verbindet.
Von Ellen Kollender und Janne Grote
Transnationale Perspektiven
Mehr Kosmopolitismus wagen!
30.03.2015
Die größte Herausforderung für das Einwanderungsland Deutschland ist die Konstruktion einer neuen kollektiven Identität, die Vielfalt und Pluralismus und einen gesunden Patriotismus unter einem Hut bringt. Von Dr. Yaşar Aydın
Von Dr. Yaşar Aydın
Politische Inszenierung
Wie Flüchtlingszahlen zu einem Problem aufgebauscht werden
27.03.2015
Im März verkündete das statistische Bundesamt einen neuen Einwanderungsrekord nach Deutschland. Prompt klagte die niedersächsische Landes-CDU über angeblich zu geringe Abschiebungen. Kai Weber über die Inszenierung und Dramatisierung von Problemen.
Von Kai Weber
Arm durch Arbeit
Fast alle Lehrer sind jetzt Menschen „Sans Papiers“
26.03.2015
Seit Wochen streiken angestellte Lehrer. Verglichen mit den Verbeamteten spricht die Presse von ihnen als "Lehrer zweiter Klasse". Worüber nicht berichtet wird, sind Lehrer an Integrationskursen - die dritte Klasse. Wohin das führt, zeigt Aglaja Beyes in einem Zukunftszenario. Wir schreiben das Jahr 2030.
Von Aglaja Beyes